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20.08.2016

KALBENDE GLETSCHER IN ALASKA -

Eine Entdeckungsreise in die Naturgeschichte...

Strömender Dauerregen, den ganzen Tag schon. Die schweren Wolken hängen so tief, dass der Kapitän sich wegen der schlechten Sicht für eine Kursänderung entscheidet. Immerhin soll das Gletschereis bei diesem Wetter ja in besonders intensivem Blau schimmern. Und wir werden wahrlich nicht enttäuscht...

Unter tosendem Grollen bricht plötzlich ein hochhausgroßer Eisblock von der Gletscherzunge und stürzt vor unseren Augen ins Meerwasser. Ein demütiges Raunen erfüllt das Oberdeck, der Faszination der allmächtigen Naturgewalt kann sich niemand entziehen. Hastig reisse ich die Kamera herum und versuche, den Moment einzufangen.

Kein Bild aber kann vermitteln, wie sehr das Kalben von urzeitlichem Gletschereis uns alle zu berühren scheint. Unvorstellbar, wie lange das Eis seit seiner Entstehung vor Tausenden von Jahren während der letzten Eiszeit bis zu diesem Moment 'gewandert' ist. Wohin wird der neue Eisberg nun treiben, wie lange wird es dauern, bis er geschmolzen ist und sein Süßwasser sich endgültig mit dem salzigen des Meeres vermischt ?

Falls Ihr eine ähnlich eindrucksvolle Erfahrung miterleben möchten, kann ich Euch eine Gletschertour in Whittier auf Alaskas Kenai-Halbinsel nur empfehlen. Ich habe den Norden inzwischen verlassen und bin gerade in South Dakota, um die Spendenreise im nächsten Monat vorzubereiten. In einer Woche geht es dann kurzzeitig nach Deutschland, wo wir in meiner Heimatstadt Hanau den 'Yukon' Open Air und mit Livemusik von Smokestack Lightnin' präsentieren. Vielleicht sehen wir uns ja ! 

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